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Dein Leben

ein Tanz voller Abenteuer

Dein Leben – ein Tanz, bei dem du die Schritte bestimmst.
Manchmal gleiten wir elegant, manchmal stolpern wir. Entscheidend ist, dass wir weitergehen. Genau das tue ich jetzt, auf meiner 3.000 Kilometer langen Fahrradreise von Marrakesch nach Banjul. Diese Tour verbindet meine beiden Leidenschaften: das Tanzen und das Reisen. Folge mir dabei, wenn ich unterwegs Grenzen entdecke und überschreite – Kilometer für Kilometer, Schritt für Schritt.

One Step, One World.

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Zwischen Himmel und Staub

3000 Kilometer. Hitze. Staub. Rückenwind. Einsamkeit. Gastfreundschaft. Geschichten. Musik. Tränen. Lachen. Vielleicht auch Scheitern. Vielleicht aber auch genau das, was ich gesucht habe: mich selbst in Bewegung.

One Step - viele Perspektiven

Ich reise dorthin, wo Europa oft Einfluss nahm, aber selten Verantwortung. Dorthin, wo heute viele Menschen aufbrechen – in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Ich gehe in die entgegengesetzte Richtung. Nicht, um zu urteilen. Sondern um hinzusehen.

Insta Fronthalterung
Auf meinen bisherigen Reisen habe ich – inklusive der Lust auf perfekte Aufnahmen – fast jeden Fehler gemacht. Von über 15 kg Kameraequipment bis hin zu 10 Stunden Rohmaterial, das am Ende nie geschnitten wurde. Dieses Mal wird alles anders: Ich werde so minimalistisch unterwegs sein wie noch nie. Weniger Technik bedeutet weniger Ablenkung – und mehr Raum für das, was wirklich zählt: der Blick, das Gefühl, der Moment. Meine Drohne hätte ich trotzdem gern mitgenommen. Aber in Marokko ist die Einfuhr strengstens verboten und wird an Flughäfen kompromisslos kontrolliert. Deshalb bleibt sie – schweren Herzens – zuhause.
Insta Fronthalterung
Auf einer Reise durch Wüste, Hitze und Funklöcher ist Strom kein Selbstverständnis. Mein Elektronik-Setup ist deshalb so aufgebaut, dass es effizient, modular und ausfallsicher funktioniert – und gleichzeitig leicht bleibt.

🔌 Stromversorgung

  • 2× INIU Powerbanks (100 W, 25.000 mAh): Viel Kapazität bei moderatem Gewicht. Zwei statt einer – für Redundanz und flexibles Nachladen.
  • Anker 140 W 4-Port GaNPrime Ladegerät: Die Powerbanks reichen für mehrere Tage ohne Steckdose.

🚲 Fahrradspezifisch

  • SRAM Force AXS Powermeter: Zeigt Watt-Leistung in Echtzeit – wichtig zur Einschätzung von Belastung & Leistung.
  • AXS Akku + Ladegerät: Nur ein Akku für Schaltwerk & Powermeter – reduziert Komplexität. USB-ladbar.
  • Magnetisches Spezialkabel für Garmin Fenix: nötig zum Laden – klein, robust, unverzichtbar.

 

💡 Licht

  • Petzl Nao RL Stirnlampe: Ultrahelle Lampe mit integrierten Rücklicht hinten im Akkuteil.
  • Petzl Knog Blinder 150 Rücklicht: Starkes Rücklicht mit Blinkfunktion die leider in Deutschland verboten ist. Ich hoffe die Kamele wissen das nicht.
 

📦 Fazit

Ich hatte schon Immer Spass meine Reisen zu teilen, auch wenn aus einer Reise dann auch immer Arbeit wird. Ohne den Socialmedia Anspruch würde ich einiges an Equipment sparen. Mit meiner langjährigen Erfahrung ist aber Workflow und Equipment so optimiert, dass der Reisespass nicht auf der Strecke bleibt

Mit dem Iron Ore Train durch die Sahara

Ein rostiger Koloss, über 2,5 Kilometer lang. Der mauretanische Erz-Zug ist der längste Güterzug der Welt – und ein Symbol für Mauretaniens Rohstoffwirtschaft.

Täglich bringt er Eisenerz von den Minen bei Zouérat nach Nouadhibou am Atlantik. Und danach? Fährt er leer zurück. Genau diese Rückfahrt nutze ich – von Nouadhibou nach Choum, mitten durch die Sahara.

Warum ich das mache

Klingt verrückt? Vielleicht. Aber für mich ist es ein echtes Highlight dieser Reise.
⚫ Keine Fenster.
⚫ Kein Sitzplatz.
⚫ Kein Dach.
Nur ich, mein Rad, die Wüste – und ein Platz auf einem leeren Güterwaggon.

Was mich erwartet

  • 🔹 Fahrtroute: Nouadhibou → Choum (~400 km)
  • 🔹 Dauer: ca. 12–14 Stunden (je nach Zugtempo)
  • 🔹 Zug: leer – kein Erz, weniger Staub, etwas mehr Platz
  • 🔹 Abfahrt: meist abends oder nachts, ohne festen Fahrplan
  • 🔹 Mitnahme: kostenlos – einfach einsteigen

 

Fahrrad? Geht!

Ich werde mein Fahrrad einfach mit in den leeren Waggon heben.
Es gibt keine Laderampe, keinen Service – also alles per Hand.
Der Einstieg ist improvisiert, aber möglich.

Der Ausstieg in Choum

Es gibt keine Durchsage, keinen Bahnhof. Choum ist ein sandiger Außenposten. Wer raus will, muss wachsam sein. Am besten: mit GPS oder vorherigem Absprachen mit Einheimischen.

Ein Erlebnis jenseits der Komfortzone

Die Fahrt mit dem Iron Train ist kein touristisches Event – sondern eine raue Erfahrung zwischen Freiheit, Staub und Sternenhimmel.

Ich fahre nicht mit, um anzukommen.
Ich fahre mit, um das zu erleben.

Warum ein Carbon-Gravelbike?

Ich bin schon Langstreckentouren mit Carbon-Mountainbikes gefahren – damals noch belächelt. Heute weiß ich: Für mehrwöchige Touren ist Carbon kein Nachteil, sondern eine Stärke. Ich bin nicht monatelang unterwegs, wo maximale Einfachheit zählt. Für eine 6-Wochen-Tour ist das Carbon-Gravelbike wie für mich gemacht: Stabiler als ein Rennrad, schneller als ein Mountainbike – und mit Gepäckaufnahmen genau richtig fürs Bikepacking.

Ich habe auch klassische Reiseräder wie das Tout Terrain Silkroad in Betracht gezogen. Aber für meine Reise war das hohe Gewicht und die eingeschränkte Alltagstauglichkeit nach der Tour ein klarer Minuspunkt.

Tout Terrain Silkroad mit Gepäcksystem

Umbauten & Setup-Anpassungen
Mein Bike kam ursprünglich mit einer elektronischen 2-fach-Schaltung – präzise, wartungsarm, aber mit Schwächen in entlegenen Gegenden. Deshalb habe ich es umgebaut:

  • 1-fach-Antrieb: Nur noch ein ein Akku, ein Schaltwerk. Weniger Fehlerquellen. Die Übersetzungsbandbreite reicht für die meist flachen Strecken völlig aus.

  • Force Powermeter-Kurbel: Ja, ein bisschen Luxus. Aber ein echter Mehrwert: Ich sehe jederzeit meine Leistung in Watt, kann Überlastung vermeiden – und trainieren lässt sich damit auch gezielter.

  • Kürzerer Vorbau: Für eine aufrechtere Sitzposition. Gerade auf langen Etappen schont das Nacken, Rücken und Hände.

Mein Bikepacking Konzept

System mit Seatpack

Ich bin lange Zeit mit einem klassischen Setup unterwegs gewesen: Seat-Pack, Handlebar-Pack und Rucksack. Für diese Reise wollte ich jedoch bewusst auf den Rucksack verzichten – zugunsten von mehr Bewegungsfreiheit und weniger Belastung für Schultern und Rücken.

Auch das Handlebar-Pack hat sich bei meinem Rennlenker als suboptimal erwiesen. Hier kommt ein entscheidender Vorteil meines Rads ins Spiel: die Möglichkeit, ein vollwertiges Gepäcksystem zu montieren.

Nach mehreren Testfahrten habe ich mich für folgendes Setup entschieden:

Longtravel System
  • 2 × Ortlieb Fork-Pack (je 5,8 l) – an der Gabel
  • 2 × Ortlieb Gravel-Pack (je 14,5 l) – am Gepäckträger
  • Ortlieb Quickrack – leichter, schnell montierbarer Gepäckträger

Dieses Setup ist nicht das windschnittigste – klar. Die Aerodynamik leidet etwas. Aber nach intensiven Tests war klar: Selbst mit Ultralight-Ausrüstung brauche ich den Stauraum aller vier Taschen.

Auf dieser Route wird es kaum Möglichkeiten geben, unterwegs Dinge wegzuschicken oder gezielt nachzukaufen. Deshalb setze ich lieber auf etwas mehr Platz – und dafür auf volle Unabhängigkeit.

Mein Bike – 3.204 km durch Afrika

Technische Daten – Giant Revolt Advanced Pro 1 (2024)

  • Rahmen: Carbon mit integrierten Befestigungspunkten
  • Gabel: Vollcarbon-Gabel mit Flip Chip
  • Laufräder: Giant CXR 2 Carbon Tubeless
  • Reifen: Maxxis Receptor 700x40c, Tubeless
  • Schaltung/Bremse: SRAM Rival eTap AXS 2×12
  • Sattel: Giant Approach
  • Gewicht: ca. 8,6 kg (Größe ML)
  • Stack: 610 mm
  • Reach: 395 mm

Entscheidungsprozess

Als ich anfing, über ein Fahrrad für die Tour nachzudenken, war mir vor allem eins wichtig: eine komfortable Sitzposition. Ich wusste, dass die Strecke lang wird – und Überlastungen wollte ich reduzieren. In dem Zusammenhang bin ich zum ersten Mal über das Stack-Reach-Verhältnis gestolpert – und wie wichtig es für eine entspannte Geometrie ist.

Nachdem ich eine engere Auswahl an bikes hatte, bin ich nach Berlin gefahren. Die einzige Stadt wo man die alle an einem Tag Probefahren kann.
Der Giant-Shop war der erste – aber eigentlich nicht mein Favorit. Ich habe mich draufgesetzt und habe mich sofort wohl gefühlt.

Ich konnte es damals noch nicht wissen, aber: Ich würde an diesem Tag kein besseres Rad mehr finden. Alle anderen Tests haben mich nur darin bestätigt. Das Gefühl auf dem Revolt war von Anfang an richtig.

Rennlenker? Eigentlich nicht mein Plan …

Ich hatte mir vor einiger Zeit in männlicher Manier mal ein Rennrad gekauft, weil es cool aussah – die Sitzposition war katastrophal. Deshalb wollte ich den Rennlenker eigentlich ganz vermeiden. Aber mit einer gut abgestimmten Geometrie ist ein Rennlenker gar kein Nachteil – im Gegenteil: Er bietet mehr Griffpositionen und dadurch mehr Entlastung auf langen Etappen.